Ernährung in der Schwangerschaft

Kuhmilch

Die Milch einer Kuh ist perfekt abgestimmt auf den Bedarf ihres eigenen Kindes, sprich für ihr Kälbchen und nicht für menschliche Babys. In der Natur ist es nicht vorgesehen, dass ein Tier (oder der Mensch) artfremde Milch konsumiert. Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das sich noch im Erwachsenenalter von Milch ernährt.

Seit vielen Jahren weisen Ernährungsspezialisten wie Dr. Herbert Shelton, Dr. Rüdiger Dahlke oder Dr. Urs Hochstrasser in ihren Büchern darauf hin, daß Milch ein schlechter Kalziumlieferant ist, da sie Phosphate enthält, die unter dem Einfluß menschlicher Magensäure in einer chemischen Reaktion Kalzium binden. Ausserdem scheidet der Körper umso mehr Kalzium über die Nieren aus, je mehr tierisches Eiweiss verzehrt wird (Übersäuerung).

Bevor eine Kuh Milch geben kann, muss eine Kuh gekalbt haben. Um einen möglichst grossen Profit aus den Milchkühen herauszuschlagen, werden sie jährlich (künstlich) besamt und während der Trächtigkeit bis wenige Wochen vor der nächsten Geburt weiter gemolken.

Was geschieht mit den unzähligen Kälbern? Fast alle entreisst man ihrer Mutter bereits kurz nach der Geburt. Die Kühe sind danach tagelang unruhig, muhen und suchen nach ihrem Kälbchen, da die Bindung der Mutterkuh zu ihrem Kalb sehr stark ist. Alle männlichen und die meisten der weiblichen Kälber werden für Kalbfleisch getötet. Dieses Schicksal erleiden in Österreich jedes Jahr mehr als 80 000 Kälber im Alter von 3 bis 4 Monaten.
Die «Milchleistung» der Kühe wurde, vor allem in den letzten Jahrzehnten, stark gesteigert. Dies führt zu vielen gesundheitlichen Problemen bei den Kühen (insbesondere Euterentzündungen). Die vorbeugende Antibiotikabehandlung der Zitzen von Milchkühen ist deshalb bereits weit verbreitet. Die Milchindustrie arbeitet dabei mit obskuren Methoden um den ständig steigenden Bedarf zu decken. Milch wird entfettet (entrahmt) und mit einer Mischung aus billigen Abfallfetten künstlich wieder fett gemacht. Bei manchen Billiganbietern wird dafür auch Schweinefett verwendet, was die Milch strenggenommen nicht mehr zu einem vegetarischen Lebensmittel macht.

Auch die Zusammensetzung der Milch wurde durch die Züchtung der heutigen «Hochleistungsmilchmaschinen»  stark in Mitleidenschaft gezogen.  Dies führte bereits so weit, dass man Kälber kaum mehr mit der Milch ihrer Mütter grossziehen kann! Sogar für Kälber fehlen bereits wichtige Vitalstoffe in der Milch heutiger Hochleistungskühe. Nicht nur aus Profitgründen werden also heutige Kälber mit billigem, Ersatzmilchpulver großgezogen. Dabei wird darauf geachtet, den Eisengehalt der künstlichen Kälbernahrung möglichst niedrig zu halten, denn nur mit einer unnatürlichen Blutarmut erscheint das Kalbsfleisch später im Regal so "schön weiß"! Armseliger Weise versuchen die Kälber ihre gefährliche Blutarmut durch Lecken an den eisenhaltigen"Gefängnisstangen" auszugleichen. Zu diesem Zweck sind moderne Stallungen mit Plastikverkleidungen ausgestattet, oder die Stangen werden einfach mit Klebeband umwickelt. Das alles sollte auch einem/r Lacto-Ovo Vegetarier/in bewusst sein! Kuhmilch war nie, wie früher fälschlicherweise geglaubt, und ist definitiv kein gesundes Lebensmittel für den Menschen! (Nähere Informationen zum Thema "Gesundheitsschädigende Auswirkungen von Kuhmilch auf den menschlichen Körper" im Buch "Peacefood von Dr. Rüdiger Dahlke)

Nach wenigen Jahren nimmt die Milchleistung der Kühe so stark ab, dass sie aus wirtschaftlichen Gründen geschlachtet werden. (Quelle: www.vegetarismus.ch + persönliche Ergänzungen)

Alternativen zu Kuhmilch:

Stillen ist sicher bis einjährig nach wie vor die sinnvollste Hauptnahrungsquelle, welche nach und nach mit weiteren Lebensmitteln ergänzt wird. Kuhmilch würde ich persönlich, wenn überhaupt, erst nachher in den Speiseplan einführen. Es gibt jedoch mittlerweile so viele gute Alternativen aus Sojamilch, Getreidemilch (Hafer, Dinkel, Gerste, Hirse, 7-Korn etc.), Reismilch oder Mandelmilch, dass diese als ergänzende Nahrungsmittel sicher vorzuziehen sind. Man findet mittlerweile in Bioläden auf der Basis dieser Alternativen zu Kuhmilch alle Produkte, die sonst bekannt sind wie Joghurt, Crèmes, Rahm, Quark, Butter usw. Es lohnt sich, da einiges auszuprobieren.